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Johannisbrotkernmehl

Süßer karamellartiger Geschmack

Hohe Quellfähigkeit

Aus der Frucht des Johannisbrotbaumes

Das Johannisbrotkernmehl entsteht aus den Samen der Frucht des Johannisbrotbaums. Der Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) findet seinen Ursprung im Mittelmeerraum und Vorderasien. Im arabischen Raum wurden die Samen qīrāṭ genannt und als Einheit zum Wiegen von Diamanten benutzt. Deswegen kauft man heutzutage Diamanten in Karat. Das Mehl wurde schon seit dem 19. Jahrhundert als Ersatz für Kakao und zur Herstellung von Alkohol benutzt. Die industrielle Verarbeitung der Früchte als Kaffeeersatz begann im 20. Jahrhundert.

Der immergrüne Johannisbrotbaum wird bis zu 12 Metern hoch und seine furchige Rinde und seine kräftigen Äste werden gerne zu Holzkohle verarbeitet. In seinen Schoten stecken circa 5 bis 8 der kleinen schwarzen Samen. Der Baum kann unter richtigen Bedingungen 100 Jahre Schoten produzieren. Die Samen werden durch beispielsweise Kochen zunächst vom Fruchtfleisch getrennt und anschließend zu Mehl gemahlen. Es werden häufig nur die Mittelteile der Samen verwendet, da diese eine wenig bittere Note enthalten. Das Fruchtfleisch wird zu Carobmehl gemahlen, was Kakaopulver sehr ähnelt. Das entstandene Johannisbrotkernmehl schmeckt süßlich und nach Karamell.

Aus der Frucht des Johannisbrotbaums wird unter anderem Saft, Kaftan Honig oder Sirup gewonnen. Das Johannisbrotkernmehl findet sich häufig als Zusatzstoff in Eis, Desserts, Milchprodukten oder Marmeladen wieder. Außerdem ist es glutenfrei, nährstoffreich und quellfähig.