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Calcium-ß-Hydroxy-ß-Methylbutyrat (HMB)

Häufiger Einsatz in Shakes zur Erholung

Wird beim Menschen aus der essentiellen Aminosäure Leucin gebildet

Leucin reduziert den Proteinabbau während dem Krafttraining

Erhöhter trainingsbedingter Proteinabbau kann in Übertraining münden

HMB ist eine Abkürzung für die chemische Bezeichnung Beta-Hydroxy-Beta-Methyl-Butyrat. HMB wird in Menschen und Tieren aus der Aminosäure Leucin gebildet. Leucin spielt eine bedeutende Rolle bei der Proteinbiosynthese durch u.a Stimulierung des mTOR-Signaltransduktionsweges. mTor (mammalian target of rapamycin) ist ein Enzym (Proteinkinase) welches die Proteinsynthese mitsteuert und unterstützt. Man geht davon aus, dass es eine Schwellenkonzentration für Leucin gibt und es erst bei Überschreiten dieser Schwelle zur Aktivierung/Auslösung ("Trigger") der Proteinneubildung kommt. Außerdem scheint Leucin auch antiproteolytische Effekte (Verhinderung von Proteinabbau). Nur etwa 5-10% der durch die Nahrung aufgenommenen Leucin-Menge wird in HMB umgewandelt. Die körpereigene Produktion beträgt nur ca. 0,2-0,4g pro Tag. Dies ist nicht viel, so dass viele Sportler HMB zusätzlich zu supplementieren.

Mit zunehmenden Alter leiden Menschen unter natürlichem Muskelschwund (u.a. sinken auch die natürlichen HMB Werte). Hier kann durch verschiedene Maßnahmen (Sport, Ernährung,...) entgegengewirkt werden, um bis ins hohe Alter einen gesunden und vitalen Lifestyle führen zu können. Proteinabbau findet nicht nur während dem Krafttraining (je länger und intensiver, desto stärker der Abbau), sondern vor allem auch in unterkalorischen Situationen (Diät, Krankheit,...) statt. Bei sehr nahe aneinander liegenden Trainings- und Wettkampfeinheiten steigt die Gefahr zu vieler kataboler und proteinabbauenden Impulsen, die in einem Übertraining münden können.